Nach aktuellem Vorschlag zur zukünftigen Neustrukturierung der Finanzierung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Bremen, soll es für das Zirkusviertel - wie auch für viele andere Institutionen - ab dem Jahr 2027 keine Förderung mehr geben.
Damit ist die Existenz des Zirkusviertels in Frage gestellt!
Diese Mittel bildeten bislang eine minimale Grundlage für die Beschäftigung hauptamtlicher Fachkräfte und die Umsetzung vieler Angebote. Sie sichern die kontinuierliche Planung und die fachliche Begleitung von Zirkus-Trainer*innen und vielen ehrenamtlichen Unterstützer*innen.
Bereits im Jahr 2020 gab es seitens des Amts für Soziale Dienste den Wunsch, die Angebote des Zirkusviertels auch auf den Stadtteil Findorff auszuweiten, da es hier an Angebotsvielfalt mangele. Jetzt soll die Angebotsvielfalt noch deutlich stärker in ganz Bremen eingeschränkt werden.
Das Zirkusviertel hat mit seinen Angeboten eine Strahlkraft in sehr viele Stadtteile Bremens. Diese Angebote wurden bisher mit einem extra Fördertopf der Stadt Bremen bedacht. Diese Mittel für überregionale Angebote werden in Zukunft eingestellt und diese Strahlkraft wird in der neuen Förder-Logic nicht bedacht.
In den letzten Jahren hat das Zirkusviertel vermehrt inklusive Angebote entwickelt. Dies ist explizit eine Aufgabe der Offenen Kinder- und Jugendarbeit auch Angebote für Menschen mit Beeinträchtigung vorzuhalten. In diesem Bereich wird es zukünftig deutlich weniger Angebote in ganz Bremen geben.
Die Situation in ganz Bremen
Im Moment gibt es massive Unsicherheit über die Zukunft etablierter Kinder- und Jugendeinrichtungen in ganz Bremen.
Seit 2022 ist offiziell bekannt, dass in Bremen 8 Mio. Euro für die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit fehlen. Dies wurde bisher von der Politik ignoriert.
Ein neuer Qualitätsstandart soll entwickelt werden, doch es gibt von der Stadt Bremen keine ausreichenden finanziellen Mittel. Um diese neuen Qualitätsstandards in großen Einrichtungen zu realisieren wird das seit Jahren zu geringe Budget umverteilt und anderen Einrichtungen genommen.
Das Resultat wird das Aus für viele Einrichtungen bedeuten. Die Vielfalt der Angebote wird deutlich reduziert. Die Wege und die Erreichbarkeit von Angeboten für Kinder und Jugendliche verschlechtern sich.
Hintergrundinformationen und Statements zum Thema für ganz Bremen gibt es auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder und Jugendarbeit (AG.OKJA)
Die Beiräte Mitte, Findorff und der Östlichen Vorstadt fordern den Erhalt der akut bedrohten Einrichtungen.
Über die Thematik berichtete der Weserkurier mit zahlreichen Artikeln aus unterschiedlichen Stadtteilen. Hier ein Artikel aus der Östlichen Vorstadt und hier ein Artikel über das Zirkusviertel.
Wichtige Termine:
Mittwoch 20.05.26 - Podiumsdiskussion & Pressekonferenz
Uhrzeit: 17:00-19:00
Ort: DGB Gewerkschaftshaus
Teilnehmer*innen: Öffentlich, Gäste aus Wissenschaft, Bundeskontext & Bremer Fachkräfte
Weitere Infos zur Thematik: ag.okja-bremen.de
Donnerstag 28.05. - Öffentliche Sitzung Jugendhilfeausschuss
bei der die Vorschläge aus Behörde und Verwaltung zur Umverteilung vorgelegt werden.
Uhrzeit: 15:30 Uhr
Ort: Kwadrat
Komme dazu und zeige der Politik, dass dies nicht akzeptabel ist!
Freitag 29.05. - Demo & Protest
Uhrzeit: 15:45 – 17:45 Uhr
Ort: Treffpunkt: Weserstadion P6, Parkplatz Osterdeich 140 / Ziel: Bremer Domshof